| Sydney 2000 |
| Während den Olymischen Spielen werden hier laufend Informationen von und
über Philipp Huber angezeigt. |
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Hallo von down under Nach einem zirka 25 stündigen Flug sind wir endlich in Australien, genauer gesagt in Brisbane gelandet. Bis auf Burlis Tasche und natürlich die Stäbe kamen alle unsere Utensilien mit uns am Flughafen an. Vom Flughafen aus ging es dann mit einem Kleinbus ans Meer, von wo aus wir mit einer Fähre auf South Stradbroke Island übersetzten. Auf dieser Insel bereiten wir Schweizer Leichtathleten uns zusammen mit den Deutschen und den Norwegern auf die olympischen Spiele vor. Nach unserer Ankunft auf der Insel bekam jeder von uns ein Fahrrad, welches uns als Fortbewegungsmittel auf der Insel dient. Jetzt muss ich mir noch überlegen ob ich nicht lieber im Mountainbikerennen in Sydney antreten will. Nachdem die ersten zwei Tage hier auf der Insel mehr der Akklimatisation dienten, bin ich seit gestern wieder im vorwettkampflichen Training. Unter dem "wachsamen" Auge von Burli werde ich noch ein paar technische Trainings absolvieren um den letzten Schliff für meinen Einsatz in Sydney zu erhalten. Die meisten Trainings absolviere ich auf dem Festland, da es auf der Insel nur eine Sprintgerade von ca. 150 Meter hat, eine Weitsprunggrube und ein Wurfplatz, aber keine Rundbahn. Das bedeutet, dass ich täglich mit dem Schiff ins Training fahre. Tönt doch nicht schlecht oder. Zum guten Glück herrschte bis jetzt immer ruhige See, sonst wäre dass mit der Überfahrt wahrscheinlich nicht mehr so angenehm. Auf South Stradbroke Island würde auch Roli Thalmann voll auf seine Rechnung bezüglich wilder Tiere kommen. Hier muss man sich nicht mit kleinen Eidechsen und Murmeltieren zufrieden geben. Ein zirka 1.50 Meter langer Waran ist doch da schon viel eindrücklicher. Für die Sprungtrainings habe ich genügend Anschauungsmaterial bei den hier einheimischen Wallabies und für die Würfe hat es genügend deutsche Kolosse auf der Insel ( Riedel, Schult, Buder etc.). Ihr seht wir haben hier ideale Trainingsbedingungen. Das Wetter ist eigentlich auch recht angenehm, nur am Abend wird es recht frisch. So wie ich gehört habe, solls ja in der Schweiz bald wieder schneien, also vergesst das Schneeschaufeln nicht. Bis zum nächsten mal Euer Philipp News from down under 22.9.2000 Nachdem ich heute Freitag mein letztes Training hinter mich gebracht habe, kommt nun der gemütlichere Teil der Wettkampfvorbereitung, Beine hochlagern und auf eine grosse Portion Dampf warten. Das heutige Training war recht zufriedenstellend, nachdem ich gestern eher einen schlechteren Tag einzog. Nun hoffe ich, dass der Umzug ins olympische Dorf mir den richtigen Kick für den bevorstehenden Wettkampf gibt und die Erholung in den nächsten Tagen meine Beine und Arme wieder zu wahrem Dynamit macht. Morgen gibt's hoffentlich noch eine entspannende Massage von Mireille, ja genau der Physiotheroristin von Südafrika, und am Sonntag fliegen Burli und ich dann nach Sydney. Für alle die, die sich für das Leben hier auf der Insel interessieren kann ich nur soviel sagen. Die Ähnlichkeit mit Expedition Robinson ist verblüffend. Das Wetter hier kann sehr hart sein wie auf Tenga. So verdeckte z.B. heute für rund eine halbe Stunde eine riesige Wolke die Sonne, wobei die Temperatur um rund 1 Grad Celsius auf 25 Grad Celsius sank. Auch ums Essen muss man auf South Stradbroke Island kämpfen, weniger wegen der Knappheit als mehr wegen den schwergewichtigen Herren der deutschen Wurfgarde, die einem ständig den Weg zum Buffet versperren. Einzig vom Inselrat sind wir bis jetzt verschont geblieben. Ich hoffe jetzt einfach, dass wir im olympischen Dorf nicht in Containern die mit Überwachungskameras ausgestattet sind, untergebracht werden. Wer es noch etwas genauer und vor allem bebildert haben möchte, der kann das unter www.swiss-athletics.ch haben. Aber nicht dass ihr jetzt ständig auf dieser Homepage rumsurft, denn die harten Facts die findet ihr weiterhin auf unserer Homepage. Eine Meldung noch speziell für Roli: Heute sichteten wir eine zirka zwei Meter lange Schlange, die sah so richtig gefährlich und wild aus. Natürlich nicht zu vergleichen mit den Würgerregenwürmern von Südafrika. News from down under 26.9.2000 Philipp startet heute Nacht um 0 Uhr 10 in der dritten 100m-Serie in seinen Olympischen Zehnkampf. Die beiden nächsten Disziplinen bestreitet Philipp jeweils in der B-Serie. Philipp wir wünschen Dir alles, alles Gute ! ! ! Philipp verletzt ausgeschieden 27.9.2000 Philipp gab den Wettkampf noch vor der zweiten Disziplin auf. Ein offenbar innert weniger Stunden aufgetretener viraler Effekt hatte unter anderem seine Atemwege lahmgelegt. Bei der Aufwärmarbeit fühlte er sich allerdings wieder etwas besser. Während dem 100m Lauf hollte sich Philipp noch eine leichte Zerrung dazu. Er hat zwar noch versucht einzuspringen, musste dann aber einsehen, dass es nicht geht. Philipp, wir wünschen Dir gute Besserung und hoffen, das Du Deine nun folgenden Ferien trotzdem in vollen Zügen geniessen kannst! |